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WordPress Plugin installieren

Mit den verschiedenen Plugins kannst du die Funktionalität von WordPress dramatisch erweitern. Ich zeige dir, wie du das immer schnell und unfallfrei hinbekommst.

Außerdem erfährst du hier, welche Probleme du dir mit den falschen Plugins einhandeln kannst.

Was ist ein WordPress-Plugin?

Ein Plugin ist kürzeres oder längeres PHP-Script, das WordPress um bestimmte Funktionen erweitert. Im Fall des beliebten Plugins „Classic Editor“ sind das nicht einmal 10 Zeilen Code. Bei WP-Optimize ist der Code mehrere tausend Zeilen lang.

Daraus kannst du ableiten, dass es auch für äußerst komplexe Aufgabenstellungen das geeignete Plugin gibt.

Wo finde ich WordPress-Plugins?

Erste Anlaufstelle ist das offizielle Plugin-Verzeichnis von WordPress. Zum Zeitpunkt dieses Artikels gibt es dort fast 60.000 Plugins für jeden Verwendungszweck. Ob für Sicherheit, Geschwindigkeit, für Kontaktformulare, für komplizierte Rechenoperationen usw. Die Auswahl ist unerschöpflich.

Und das Beste: Alle im WordPress Plugin-Verzeichnis gelisteten Plugins sind kostenlos.

Für anspruchsvolle Aufgaben gibt es auch mehr als genug kostenpflichtige Premium-Plugins.

Wie installiere ich ein WordPress-Plugin?

Es gibt 3 Möglichkeiten, von den ich aber nur die beiden Installationen über das Backend vorstellen werde.

Der Upload über FTP ist meiner Meinung nach vor allem für weniger erfahrene Anwender unbequem und auch unnötig.

Methode 1

Log dich in dein WordPress-Backend ein

Links klickst du auf den Menüpunkt Plugins > installieren.

Wordpress Plugins installieren

Auf der folgenden Seite kannst du im Suchfeld rechts oben dein gesuchtes Plugin eintragen oder einfach einen Begriff eingeben.

Wordpress Plugin hinzuladen

Angenommen, du willst in deinen Artikeln ein Inhaltsverzeichnis einbauen. Dann musst du table of contents eingeben. Das ist der englische Begriff für Inhaltsverzeichnis.

Beachte, dass WordPress vorwiegend englischsprachig ist. Wenn du im Suchfeld Inhaltsverzeichnis eingibst, werden keine Plugins gefunden.

Sei es, wie es sei. Die Suche nach table of contents ergibt 1.036 Ergebnisse. An erster Stelle steht das Plugin Easy Table of Contents.

Ein kurzer Blick auf die Eckdaten kann nicht schaden:

  • Über 300.000 aktive Installationen
  • Zuletzt aktualisiert vor 7 Tagen
  • Kompatibel mit deiner WordPress Installationen

Das sieht alles sehr vertrauenswürdig aus. Deswegen habe ich auch keine Bedenken, auf den Button Jetzt installieren zu klicken.

Nach erfolgreicher Installation musst du das Plugin noch aktivieren.

Gratuliere! Du hast erfolgreich dein erstes WordPress-Plugin installiert. Jetzt kannst du die Einstellungen vornehmen.

Methode 2

Mit dieser Methode wird das Plugin nicht direkt aus dem WordPress-Plugin-Verzeichnis geladen. Stattdessen installierst du eine ZIP-gepackte Datei.

Diese Vorgangsweise ist vor allem bei Premium-Plugins üblich. Deswegen solltest du dich auch mal damit befassen.

Auch bei dieser Version gehst du auf Plugins > installieren

Aber anstatt einen Begriff ins Suchfeld zu tippen, klickst du links oben auf Plugin hochladen.

WordPress Plugin hochladen

Auf der folgenden Seite kannst du ZIP-Datei einfach in das Fenster ziehen. Alternativ kannst du die Datei auch auf deinem Rechner suchen.

Klick auf Plugin installieren.

Danach nicht vergessen: Das Plugin musst du erst aktivieren, bevor du es verwenden kannst.

WordPress Plugins aktivieren

Bei beiden Methoden landest du nach der Aktivierung des Plugins auf der Übersichtsseite Installierte Plugins. Bei vielen Plugins kannst du gleich hier die Einstellungen vornehmen. Andere, etwa Prosodia VGW der VG Wort oder WP-Optimize, haben eigene Einträge im Menü.

Es gibt aber auch welche, die du unter Menüleiste > Einstellungen findest. Das sind etwa Autoptimize und Easy Table of Contents.

WordPress Menüleiste

Warum das so ist? Das liegt an den Entwicklern. Der eine will einen schönen Menüpunkt für sein Baby, der andere kann darauf verzichten.

All diese unterschiedlichen Ansätze der Plugin-Entwickler können anfangs ziemlich verwirrend sein. Aber keine Sorge, mit ein wenig Routine durchschaust du das nach kurzer Zeit.

Worauf muss ich bei der Installation achten?

Plugin aus sicherer Quelle

Ein Plugin, das schon längere Zeit auf dem Markt ist und erst wenige Downloads hat, würde ich nicht installieren. Für mich liegt die Sicherheitsschwelle oberhalb von 10.000 aktiven Installationen.

Wenn du sichergehen willst, halte dich zu Anfangs an Plugins, die über 100.000 aktive Installationen haben.

Bewertungen

Meistens haben beliebtesten Plugins auch entsprechend viele Bewertungen. Hier gilt es wie überall berechtigte Kritik von penetranter Nörgelei zu unterscheiden.

Support

Ganz wichtig ist mir ein schneller und kompetenter Support. Ich habe nichts vom besten Plugin, wenn meiner Anfrage erst nach einigen Wochen beantwortet wird. Deswegen vor der Installation sicherheitshalber kurz auf die Supportseite schauen.

Anzahl der Plugins

Zu Beginn ist wohl jeder von den vielen Möglichkeiten erschlagen. Zu schnell installiert man ohne lange zu überlegen ein Plugin nach dem anderen. Das hat aber drei gravierende Nachteile:

Sicherheit

Viel WordPress-Plugins sind Open Source. Deshalb kann Schadcode auch in einem anscheinend harmlosen Plugin enthalten sein. Das ist auch ein mögliches Einfallstor für Hacker. Alleine das ist ein Grund, die Zahl der Plugins möglichst gering zu halten.

Updates

Jedes veraltete Plugin kann ein Sicherheitsrisiko sein. Deswegen ist es wichtig, dass die Entwickler neben der Weiterentwicklung auch Schwachstellen schließen. Achte deswegen vor der Installation immer auf das Datum des letzten Updates. Wenn ein Plugin im letzten halben Jahr nicht aktualisiert wurde, lass lieber die Finger davon.

Außerdem sollte das Plugin mit der aktuellsten Version von WordPress getestet sein. Wenn du deinen Blog schon länger betreibst, wirst du immer wieder auf bereits installierte Updates stoßen, die nicht mehr weiterentwickelt werden. Das kann man bei einem kostenlosen Angebot einfach nicht verhindern.

Die Entscheidung, ob du auf Liebgewonnenes verzichtest und etwas Neues ausprobierst, kann dir dann keiner abnehmen.

Geschwindigkeit

Jedes Plugin braucht Ressourcen wie Speicher und CPU. Das bedeutet, dass die Performance deiner Website unter jedem installierten Plugin leidet. Manche bremsen unmerkbar, andere deutlich.

Damit liegt es auf der Hand, dass du nur die notwendigen Plugins installierst.

Konflikte

Ein Konflikt kann mit anderen Plugins, mit einem Theme oder mit dem WordPress-Kern auftreten. Der Effekt ist immer unangenehm.

Das kann nur Störungen von einzelnen Funktionen betreffen oder deine Website kann nicht mehr erreichbar sein. Im blödesten Fall kommst du nicht mal mehr ins Backend. Meistens treten diese Konflikte nach einem Update oder nach der Installation eines neuen Plugins oder Themes auf.

Deswegen solltest du immer vor einer Veränderung ein Backup machen. Natürlich gibt es auch dafür das geeignete Plugin. Ich verwende schon länger BackWPup.

Außerdem schadet es nicht, wenn du deaktivierte Plugins gleich löscht, wenn du sie nicht mehr brauchst. Eine Datenbankoptimierung von Zeit zu Zeit hilft ebenfalls bei der Performance. Ich verwende dazu das Plugin WP-Optimize.

Fazit

Mit den geeigneten Plugins wird WordPress zur eierlegenden Wollmilchsau für jeden Website-Betreiber.

Ein Plugin ist in kürzester Zeit installiert und einsatzbereit. Allerdings kann unüberlegtes Handeln großen Schaden anrichten. Deswegen solltest du dir im Vorfeld überlegen, welche Plugins du wirklich einsetzen willst.

Viele Plugins gibt es in einer mehr oder weniger umfangreichen Gratisversion und in einer komplett ausgestatteten Bezahlversion. Ein gutes Beispiel ist das Plugin Calculated Field Forms. Ich verwende es auf meiner Pumpenseite für verschiedene Berechnungen. Noch mehr Funktionsumfang bietet die Bezahlversion.

Letztlich muss jeder selbst für sich entscheiden, ob er mit der kostenfreien Version das Auslangen findet. Wer seinen Blog oder seine Webseite beruflich betreibt, wird eher dazu bereit sein, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen.